Die Kombination von Whisky und Schokolade

Schokolade-Whisky

Wer von uns hat noch nie versucht, Whisky mit Schokolade zu kombinieren? Wenn Sie das noch nicht getan haben, sollten Sie es besser tun, denn Sie können mit dem Experimentieren beginnen, indem Sie unseren Mini-Leitfaden lesen!

Zunächst einmal ist das “Pairing” zwischen Whisky und Schokolade eine heikle, aber auch köstliche Angelegenheit: Es gibt mehrere Faktoren, die das richtige Pairing beeinflussen, und eine falsche Kombination kann zu einem geschmacklichen Ungleichgewicht zwischen einem der beiden Protagonisten führen, wobei die Schokolade dem Whisky ihren eigenen Geschmack aufzwingt und umgekehrt.

Ursprünglich dachten die meisten Leute, dass Whisky nicht mit Schokolade kombiniert werden kann, aber in den letzten Jahren haben Leute wie Rachel Barrie (Master Distiller bei BenRiach), Iain Burnett (schottischer Maître Chocolatier) und Martine Nouet (französische Journalistin, die seit Jahren in Schottland lebt und mehrere Bücher über Lebensmittel und Spirituosen geschrieben hat) verschiedene Kombinationen von Whisky und Schokolade untersucht und vorgeschlagen, die gezeigt haben, dass diese Art der Verbindung überraschend gut sein kann.

 

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Aber zurück zu uns und etwas Praktischerem: Wie schmeckt Whisky mit Schokolade? Gibt es irgendwelche Regeln? Nun, sagen wir, dass wir Ihnen weniger Regeln eher einige einfache Schritte geben möchten, denn wir wollen nicht zu starr sein! 🙂 Greifen Sie zu Ihrer Whisky-Karaffe und genießen Sie die wertvollen Erkenntnisse aus diesem Artikel!

 

Der Mini-Leitfaden für Schokolade und Whisky

Schritt Nummer 1: Als Erstes müssen Sie Ihren Mund auf die Verkostung vorbereiten. Am besten nehmen Sie einen Schluck Whisky und verteilen ihn über die ganze Zunge und den Gaumen, damit sich die Aromen der Spirituose vollständig im Mund entfalten.

Schritt Nummer 2: Nach dem Schlucken des Whiskys warten Sie einige Sekunden, bevor Sie ein Stück Schokolade in den Mund nehmen. Versuchen Sie, die Schokolade auf der Zunge zergehen zu lassen, indem Sie sie so wenig wie möglich kauen. Auf diese Weise vermischen sich die früheren Aromen des Whiskys mit denen der Schokolade (Genuss).

Schritt Nummer 3: Wenn die Schokolade geschmolzen ist, nehmen Sie einen weiteren kleinen Schluck Whisky, um eine größere Geschmacksintensität zu erreichen und neue Aromen zu entdecken.

Schritt Nummer 4: Genießen Sie das Finale!

 

Denken Sie nur an eines: Das Wichtigste bei der Verkostung und somit bei der Kombination ist, dass ein Gleichgewicht zwischen dem Whisky und der Schokolade besteht. Es gibt keine grundlegenden Regeln, sondern nur den gesunden Menschenverstand, denn sowohl Schokoladen, deren Geschmack mit den Aromen des Whiskys übereinstimmen, als auch solche, die dagegen verstoßen, sind in Ordnung, keine ist falsch, beide werden Sie überraschen!

Nun, nach ein paar Hinweisen ist es an der Zeit, einige Tests durchzuführen. Wir haben eine kurze Liste von Kombinationen mit einigen Beispielen zusammengestellt, die auf den verschiedenen Arten von Whisky und Schokolade basieren:

Bourbon – Hier sind die Hauptaromen des Whiskeys, neben der Süße, Karamell und Gewürze. Die beste Kombination ist Milchschokolade oder eine dunkle Basisschokolade (bis zu 60%). Milchschokolade ist auch die beste Kombination für Roggenwhiskeys.

Beispiele: Knob Creek Bourbon, Bulleit Bourbon, Elijah Craig 12 Jahre alt, Jefferson’s Straight Bourbon, Knob Creek Rye, Bulleit Rye, Jim Beam Rye.

 

Irischer Whisky – Durch die dreifache Destillation und die Reifung in Ex-Bourbon-Fässern entsteht ein weicher und delikater Whiskey. In diesem Fall sollte die Schokolade ebenfalls nur wenige Zutaten enthalten, eine delikate 60%ige oder 70%ige Zartbitterschokolade passt gut dazu, oder alternativ eine Zartbitterschokolade mit Trockenfrüchten (Mandeln, Haselnüsse, etc….).

Beispiele: Redbreast 12 Jahre alt, Green Spot, Bushmills 10 Jahre alt, Jameson 18 Jahre alt, Tullamore D.E.W. 12 Jahre alt, Kilbeggan 8 Jahre alt

 

Scotch Whisky – OK, hier kommen wir in eine etwas komplexere Kategorie, denn wir haben: getorfte und ungetorfte Whiskys von den schottischen Inseln, die weichen und komplexen aus Speyside, die delikaten aus den Lowlands und die verschiedenen Single Malts aus den Highlands. Wir lassen Sie nicht im Regen stehen:

 

Inselwhiskys – Dies sind in der Regel getorfte, rauchige Whiskys mit einer starken, aromatischen Nase, aber die Kategorie umfasst auch ungetorfte Whiskys (siehe z. B. Bunnahabhain und Bruichladdich), die sich durch ihren “maritimen” Charakter auszeichnen. Zartbitterschokolade ist hier ein Muss, aber mit der Zugabe von bestimmten Aromen wie Chili, Limette oder Zimt wird die Kombination explosiv.

Beispiele: Bunnahabhain 12 Jahre alt, Bruichladdich Classic Laddie und Caol Ila 15 Unpeated können mit dunkler Schokolade und Limetten gepaart werden.

 

Speyside Whiskys – Im Allgemeinen handelt es sich hier um weiche und delikate Whiskys mit Aromen von Honig und Vanille, wobei natürlich auch die Reifung und die Art des Fasses eine Rolle spielen und die Möglichkeit würziger oder tanninhaltiger Aromen besteht.

Beispiele: Benromach 10 Jahre alt, Cardhu 12 Jahre alt, Glenfiddich 12 Jahre alt können mit Milchschokolade gepaart werden.

 

Lowland Whisky: Die Auswahl ist hier nicht sehr groß, es gibt nicht viele Lowland-Brennereien, aber ihr Whisky ist bekannt für seine Leichtigkeit, Eleganz und Frische mit Blumen- und Zitrusaromen.

Beispiele: Glenchinchie 12 Jahre alt, gepaart mit dunkler Schokolade und Limette.

 

Highland Whisky – Die Highland-Region ist sehr weitläufig, sie beginnt nördlich von Glasgow und reicht bis zur Spitze Schottlands. Sie können sich also vorstellen, dass der in dieser Region hergestellte Whisky sehr vielfältig ist, es gibt Whiskys, die an der Küste hergestellt werden (z. B. Old Pulteney und Oban), oder solche, die in den Bergen produziert werden (Dalwhinnie oder Ben Nevis), wir haben also ein sehr breites Spektrum.

Beispiele: Aberfeldy 21 Jahre alt, Glenmorangie Signet mit Milchschokolade

 

Campbeltown Whisky – Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Stadt Campbeltown mit ihren rund 30 Brennereien als “Whisky-Hauptstadt” bekannt. Die nachfolgenden Weltkrisen und die amerikanische Prohibition haben dazu geführt, dass es heute nur noch drei aktive Brennereien gibt, die jedoch an den Glanz des goldenen Zeitalters von Campbeltown erinnern können.

Beispiele: Hazelburn 10 Jahre alt und Glen Scotia Victoriana können mit dunkler Orangenschokolade gepaart werden.

 

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Marcel

Der Genuss einer Spirituose ist für mich eine ganz besondere Art zu entspannen. Egal ob im Garten oder vor dem Kamin, eine gute Flasche entführt mich in die Philosophie eines jedes Landes.