Matcha Tee Test – der wirkungsvollste Muntermacher

Egal ob bei Erkältungen oder einfach nur zum Warmwerden im Winter: Ein heißer Tee ist immer ein Getränk, welche für ein besseres Wohlbefinden sorgt. Dabei gehört der Tee ist zu einem der gesündesten Getränke, die sowohl heiß als auch kalt genossen werden können. Die Auswahl ist so riesig, dass es häufig schwer fällt, sich zwischen den verschiedenen Sorten für den absoluten Lieblingstee zu entscheiden. Ein besonderes Augenmerk fällt dabei auf den Matcha Tee, der nicht nur lecker schmeckt, sondern auch einen hohen Beitrag zur Gesundheit leistet.

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ebenso wie der Grüne Tee und der Schwarze Tee wird auch der Matcha Tee aus dem Teestrauch Camila Sinensis gewonnen. Dabei handelt es sich um eine immergrüne Teepflanze, die in China und in Japan angebaut wird. Der wesentliche Unterschied besteht jedoch darin, dass der Matcha Tee in Pulverform verkauft wird, denn die Blätter werden bei der Herstellung sehr fein gemahlen.

 

  • Das Matcha-Teepulver ist ein absoluter Muntermacher, denn es enthält zusätzlich zu vielen anderen Inhaltsstoffen auch das Tein. Schon im 12. Jahrhundert haben buddhistische Mönche den Tee gerne getrunken, um länger wach zu bleiben und somit länger meditieren zu können.

 

  • Während normalerweise die Blätter der Pflanze gerollt und fermentiert werden, werden beim Matcha Tee die Teesträucher noch vor der Ernte mit Bambusmatten oder dunklen Netzen geschützt. Dabei handelt es sich um Beschattungsmaßnahmen, die im lebenden Teestrauch die Produktion bestimmter Inhaltsstoffe anregen.

 

Die Herkunft vom Matcha Tee

Schon im 12. Jahrhundert „transportierte“ ein Zen-Meister die Zubereitung des „Grünen Tee“ nach Japan und begann, große Teeplantagen anzulegen. Dort wurden die Pflanzen vier Wochen vor der Ernte beschattet, um einen höheren Gehalt an Chlorophyll, Tein und der Aminsosäure Theanin zu gewinnen. Nach der Ernte wurden die Blätter gedämpft, um sie anschließend zu trocknen. Steinmühlen, meist aus Granit, wurden gebaut, um die ganz zarten Teile der Blätter fein zu mahlen, um daraus das feine Matcha Teepulver entstehen zu lassen.

In China geriet der Verzehr von Matcha Tee bald in Vergessenheit, während er in Japan bis heute beliebt ist und dort auch nur noch angebaut und produziert wird. Vor allem die Anhänger des Buddhismus pflegen bis heute die Zeremonie des Matcha Tees und genießen den besonderen Tee immer wieder gerne. Seit dem 16. Jahrhundert gibt es eine regelrechte Tee-Zeremonie, die der Teemeister Sen no Rikyu ins Leben rief und in Japan etablierte.

Hauptanbaugebiete in Japan ist die Präfektur Fukuoka, Uji sowie Nishio. Nach der Ernte- und Trocknungsprozedur werden die Blätter von den Stängeln sorgfältig getrennt, so dass nur noch das ganz feine Gewebe der Blätter übrigbleibt, das sogenannte Blattfleisch. Nur dieses wird zu dem Teepulver in den eigens dafür gebauten Mühlen verarbeitet. Die Mühlen benötigen eine Stunde Mahlzeit für rund 30 Gramm Tee.

 

Was ist das Besondere am Matcha Tee?

Durch die Beschattung der Sträucher vor der Ernte bilden sich im Matcha Tee einige Inhaltsstoffe sehr stark aus. Dazu gehört das Tein, das bei zwei Gramm Teepulver 50 mg enthält. Im Vergleich dazu lässt sich sagen, dass 100 Gramm Kaffee gerade mal 40 mg Koffein enthalten. Zusätzlich zum Tein ist auch Theanin konzentriert im Matcha Tee enthalten. Es ist eine besondere Aminosäure, die Schlaganfällen, Alzheimer und der Parkinson-Krankheit vorbeugen soll.

Durch die beiden Inhaltsstoffe „Teein mit Theanin“ ist der Matcha Tee ein richtiger Muntermacher im positiven Sinn, denn er macht mobil, aber fördert nicht die Hyperaktivität. Natürlich hat der Tee in Pulverform seinen Preis, alleine schon durch die einzigartige Herstellung. Nicht nur Teeliebhaber, auch Kaffeetrinker haben ihn längst schätzen gelernt, denn er ist eine wunderbare Alternative zum Muntermacher Kaffee, zumal sich die Inhaltsstoffe des Matcha Tees wesentlich länger im Körper halten.

 

Welchen Geschmack zeichnet den Matcha Tee aus?

Während Grüner Tee, der aus einem normalen Fermentierungsprozess stammt, oft einen „bitteren Beigeschmack“ hat, sagen Kenner, dass der Matcha Tee zwar herb, aber keinesfalls unangenehm schmeckt. Da keine Blätter aufgegossen werden, sondern ein Pulver aufgelöst wird, ist die Konsistenz cremiger als beim herkömmlichen Tee. Der Preis, so sagen Teeexperten, macht den Unterscheid, denn bei den billigeren Sorten überwiegt doch oft ein zu herber Geschmack. Die im Preis höheren Sorten schmecken teils nussig oder ein stückweit nach Kastanie, also leicht süßlich oder natürlich-aromatisch.

 

Welche Matcha Tee Sorten gibt es?

Beim Matcha Tee wird in der Hauptsache zwischen zwei Sorten unterschieden: Dem Matcha Tee für die Teezeremonie oder dem Matcha Tee als Kochzutat. Grundsätzlich gilt: Je dunkler das Teepulver ist, umso qualitativ hochwertiger ist er auch. Das dunkle Pulver kann nur dann entstehen, wenn der wichtigste Schritt bei der Herstellung befolgt wird, nämlich eine angemessen lange Beschattung der Sträucher vor der Ernte.

 

Matcha Tee supreme

Die Blätter, die zum Supreme-Matcha verarbeitet werden, bekommen eine vier Wochen lange Beschattung. So wird die Produktion der begehrten Inhaltsstoffe, wie die Aminosäure und das Chlorophyll, angeregt. Das Chlorophyll sorgt später für die schöne dunkle grüne Farbe des Tees.

 

Matcha Tee premium

Auch er unterliegt den Anbau-Prinzipien wie der Supreme-Tee, allerdings ist er günstiger. Das liegt daran, dass oft nicht nur das Blattgewebe gemahlen wird, sondern auch andere Teile der Blätter oder sogar das gesamte Teeblatt. Der Mahlprozess dauert nicht so lange wie beim Supreme-Tee, so dass er günstiger hergestellt wird.

 

Matcha zum Kochen

Die Teeblätter für den Koch-Matcha werden meist mit Maschinen geerntet. Es wird stets das ganze Blatt gemahlen, so dass das Pulver bitter schmeckt. Koch-Matcha ist zum Trinken nicht geeignet, aber perfekt als Zutat für einige Speisen und Getränke.

 

Welche positiven Wirkungen weist der Matcha Tee auf?

Neben der bereits erwähnten Eigenschaft als sanfter Muntermacher wirkt sich Matcha Tee insgesamt positiv auf das körperliche Wohlbefinden aus. Dabei ist natürlich die Güte des Tees zu berücksichtigen, aber auch die persönliche Befindlichkeit. Denn nicht bei jedem wirkt der köstliche Matcha Tee gleich. Grundsätzlich weist er folgende positiven Eigenschaften auf:

 

  • Reduziert Müdigkeit und Erschöpfung
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Reguliert Nerven- und Muskelfunktionen
  • Reichert den Körper mit Vitaminen an
  • Schützt vor Krankheitserregern
  • Fördert die Gewichtsreduktion

 

Der extrem hohe Anteil von Eisen von 10 bis 17 mg pro 100 Gramm, normalisiert den Sauerstofftransport im Körper und sorgt dafür, dass der Körper munter wird. Außerdem sorgt es für eine normale Funktion des Immunsystems. Kalium ist wichtig für einen normalen Blutdruck und für gute Muskel- und Nervenfunktionen. Matcha Tee enthält unter anderen Vitamin B1, B2, Vitamin A (Beta-Karotin) und das Vitamin C. Nicht zuletzt ist Matcha Tee ein positiver Begleiter, wenn es darum geht, sein Gewicht zu reduzieren, denn er regt den Stoffwechsel effektiv an.

Da Grüntee und damit auch der Matcha Tee eine bestimmte Menge an Bitterstoffen beinhalten, werden beim Trinken einer Tasse Matcha Tee eher die Geschmacksrezeptoren für etwas „Herbes“ angesprochen, nicht aber für Süßes. Ohne den Verzehr von vielen Süßigkeiten wiederum erholt sich die Darmflora ganz von allein, so dass sie sich mit Hilfe des Matcha Tees normalisiert und somit Darmpilze weniger Angriffspunkte haben.

 

Welche Nebenwirkungen können beim Matcha Tee auftreten?

Was Vorteile hat, hat oft auch Nachteile. Gesund ist mehr oder weniger alles, solange es in Maßen getrunken oder gegessen wird. Wer ohnehin schon lebhaft ist und über ungebremste Energie verfügt, braucht sicher kein Getränk mit einemhohem Tein- oder Koffeingehalt, um noch munterer zu werden.

Wie alle anderen Grüntees auch, kann der Konsum von Matcha Tee Belag an den Zähnen sowie Zahnstein hervorrufen. Menschen mit Magenproblemen sollten beim Verzehr des Tees vorsichtig sein, denn er regt die Magensäure an, was demzufolge zu Reizungen führen kann. Bei Bedarf kann sicherlich Milch und Zucker zum Tee gegeben werden, so dass er verträglicher ist, allerdings leidet darunter auch ein stückweit der Geschmack.

Einerseits ist der Tein-Gehalt im Tee eine positive Sache, denn er sorgt für mehr Energie. Andererseits hemmt Tein manche Medikamente in ihrer Wirkung. Bei der Einnahme von Beta-Blockern, Antibiotika, einigen Medikamenten für das Herz sowie Diazepam kann es bei gleichzeitigem Teegenuss sogar zu Nebenwirkungen kommen. Hier ist es wichtig, vor dem Genuss in jedem Fall mit dem Hausarzt Rücksprache zu halten.

 

Wie wird der Matcha Tee zubereitet?

Während viele andere Teesorten kochendes Wasser gut vertragen können, ist das beim Matcha Tee nicht der Fall. Das Wasser sollte eine Temperatur von maximal 80 Grad aufweisen, bevor der Tee damit aufgegossen wird.

Für einen leckeren Matcha Tee wird 1 Gramm des Teepulvers in eine Schale gegeben und mit etwa 10 ml Wasser verrührt, so dass eine breiige Konsistenz entsteht. Wichtig ist, dass das Pulver vollständig aufgelöst ist, bevor der Tee mit weiteren 80 ml heißem Wasser übergossen wird. Nun sollte solange gerührt werden, bis eine cremige Konsistenz entstanden ist, die so typisch für den Matcha Tee ist.

 

Welche Matcha Rezepte gibt es?

Matcha-Tee hat seinen Preis, doch die günstigere Variante, der sogenannte Koch-Matcha, ist bestens geeignet für Speisen und Getränke. Damit übernimmt er im Prinzip die Funktion eines Gewürzes. Er weist dann zwar nicht die hohe Konzentration der wertvollen Inhaltsstoffe auf, sorgt aber dennoch für eine gute Wirkung. Vor allem in Smoothies ist der Koch-Matcha mittlerweile eine begehrte Zutat geworden. Im Handel gibt es mittlerweile extra Matcha Tee für die Zubereitung von Smoothies, aber auch in Cocktails oder in Salatdressings wird Matcha zunehmend beliebter.

 

Bananen-Spinat-Matcha-Smoothie

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Bananen
  • 1 Handvoll Spinat
  • 1 g Matcha
  • 50 ml Mandelmilch
  • 120 ml Wasser
  • Prise Salz

Zubereitung:

Die Bananen aus der Schale lösen und im Mixer mit dem Spinat zusammen pürieren. Die restlichen Zutaten hinzugeben und weitere 30 Sekunden mixen. Anschließend auf Gläser aufteilen.

 

Martini-Matcha-Cocktail

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 TL Matcha Teepulver
  • 8 cl Wodka
  • 2 cl Grand Marnier
  • Spritzer Zitronensaft
  • Crushed Ice

Zubereitung:

In einer Matcha-Schale das Teepulver mit dem Wodka gut verrühren und anschließend in einen Cocktailshaker umfüllen, Eiswürfel nach Bedarf hinzufügen und alles gut schütteln. Das Getränk in ein Martiniglas füllen und, wer mag, mit einem Spritzer Zitronensaft aufpeppen.

 

Wo kann Matcha Tee gekauft werden?

Der Einkauf von Lebensmittelprodukten wird durch zahlreiche Online-Plattformen immer einfacher gemacht, so dass der Matcha Tee problemlos dort eingekauft werden kann. Es gibt spezielle Online-Teeanbieter, die auch einen Chat anbieten oder eine telefonische Beratung, um sich über den besonderen Tee genauer zu informieren. Natürlich gibt es den Tee auch im Einzelhandel, im Reformhaus, in Drogeriemärkten und in Teeläden. Der Fachmann übernimmt zusätzlich eine persönliche Beratung und informiert über die jeweilige Qualität, die der Matcha Tee mitbringt.

Marcel

Der Genuss einer Spirituose ist für mich eine ganz besondere Art zu entspannen. Egal ob im Garten oder vor dem Kamin, eine gute Flasche entführt mich in die Philosophie eines jedes Landes.